Von Kälte zu Klarheit: Wie Reisen mich lehren, mein inneres Klima zu pflegen

Morgendämmerung am Hafen von Southampton: Ein Tag voller Entdeckungen beginnt

Ich sitze mit einer Tasse frisch aufgebrühten Kaffee an der Reling meines Kreuzfahrtschiffes, dass gerade im Hafen von Southampton am Liegeplatz festgemacht hat. Die kühle Morgenluft weht sanft, während die aufgehende Sonne die Häuserfassaden in warmes Licht taucht. Die Stadt ist gerade erst erwacht und die stille Magie des Moments erfüllt mich mit einer tiefen Dankbarkeit.
Jeder Hafen, den ich auf meinen Reisen besucht habe, erzählt seine eigene Geschichte – von geschäftigem Treiben bis zur stillen und beeindruckenden Natur, die ich später an Deck genieße.

Etwas in mir fühlt sich „kalt“ an, eine leise Distanz, die sich einschleicht, während ich die vertrauten Geräusche der Schiffsmotoren höre und die Passagiere am Kai betrachte. Da ist eine innere Kälte, die manchmal aus Ablehnung oder Abgrenzung entsteht – nicht anders als in hektischen Alltagssituationen an Land, wenn Freundlichkeit durch Stress verdrängt wird.

Nordamerika: New Yorks Energie und Momente der Stille

Ein paar Wochen später stehe ich am Pier 88 in New York City, dem Tor zu unzähligen Sightseeing-Erlebnissen. Die Stadt pulsiert unaufgeregt hektisch – und doch finde ich hier unerwartet Ruhe beim Spaziergang entlang des High Line Parks, hoch über der Straße, die mich für kurze Zeit dem urbanen Trubel entzieht.

Doch auch hier merke ich: In welchen Momenten ist in mir drinnen „kalt“ geworden? Wenn das hastige Treiben anstrengend wird, meine Geisteshaltung sich zuschnürt und ich mich frage, ob das ständige Funktionieren um mich herum meine Warmherzigkeit abdrängt. Mein Durchblick wird klarer und meine Sicht auf Lösungen wenn ich die Freiheitstage im Abendlicht sehe.

Die Karibik: Sonne, Meer und das Gefühl von Freiheit

In der Karibik, an einem stillem Strand in Jamaica oder während einer Inselrundfahrt kreuz und quer auf der Insel St. Kitts, weht immer eine warme Brise, die mich einlädt, die eigenen Atemzüge neu zu spüren. Das türkisfarbene Wasser und der weiße Sand sind Balsam für die Seele. Hier finde ich einen Zugang zu einer anderen Art von Klima: Wärme, die durch die Natur vermittelt wird. Die Sonne auf der Haut, das Lachen der Leute um mich herum – das weckt eine Freude, die ich oft vergesse im Alltag. Hier in der Ferne, am Meer, fällt es mir leichter, loszulassen und Raum für Neubeginn zu schaffen.

Mittel- und Südamerika: Von bunten Märkten bis zu mystischen Landschaften

In Panama-Stadt lasse ich mich treiben durch die lebendigen Farben von Märkten und Gebäuden. Die Vielfalt und der Mix aus Tradition und Moderne spiegeln meinen eigenen inneren Zwiespalt: Zwischen dem Wunsch nach Sicherheit und dem Drang nach Abenteuer.

Was kann ich loslassen? Wenn ich die Perspektive wechsle, sehe ich Möglichkeiten, Ideen und Impulse, die mein Seelenklima positiv verändern können – ich kann mich selbst daran erinnern, mein eigener Freund zu sein, der mit herzlichem Beistand antwortet.

Zurück an Bord – Zwischenhafen als Zeit für Atempause

Während meiner Kreuzfahrten nutze ich jede Hafenankunft als Chance, mich selbst wieder zu spüren und „das Seelen-Klima zu prüfen“. Ob im Hafen von Hamburg mit seinem maritimen Flair, in der bunten Vielfalt von La Romana in der Karibik oder im ruhigen Hafen von Madeira – jeder Ort bietet Raum für neue Impulse, für Wärme und Klarheit.

Die Kombination aus Bewegung, Begegnungen und Stille bringt immer wieder frischen Wind und versetzt mich in einen Rhythmus, der Körper, Geist und Seele guttut.

Im Leben „Seelen-Klima“ prüfen und neu gestalten

Im Laufe meiner Reisen habe ich immer wieder innegehalten, um bei mir zu Hause, aber auch unterwegs den inneren Zustand zu reflektieren. Ich stelle mir folgende Fragen:

  • Wo ist es in mir oder um mich herum kalt geworden, wo hat Ablehnung die Freundlichkeit verdrängt?
  • Wo habe ich den Durchblick verloren, wo hat Ärger oder Enttäuschung die Sicht betäubt auf neue Wege?
  • Welche Herausforderungen lassen mir den Atem stocken, wo fühle ich mich blockiert, als ginge nichts voran?

Dann wende ich mich liebevoll an mich selbst, so wie ich es auch einem Freund tun würde. Ich erinnere mich:

  • Manche Kälte lässt sich mit kleinen Impulsen erwärmen – mit einem bewussten Gespräch oder einem neuen Blickwinkel.
  • Klarheit gewinnt neue Kraft durch frisches Denken, etwa durch Gespräche mit vertrauensvollen Menschen oder kleine Auszeiten in der Natur.
  • Belastendes darf ich loslassen, um Platz zu schaffen für neue Energie und neue Balance.

Impulse für Warmherzigkeit und neue Sicht

  • Suche bewusst Begegnungen, die dein Herz erwärmen – zum Beispiel Gespräche mit Einheimischen oder positiven Menschen am Reiseziel.
  • Lass dich von der Natur inspirieren: Sonnenaufgänge, Meeresrauschen und Grünräume sind wie eine Umarmung für die Seele.
  • Nutze Rituale, die dir gut tun, etwa den Morgenkaffee am Wasser oder das Schreiten durch historische Gassen, um deine innere Balance zu stärken.

Jede Kreuzfahrt schafft nicht nur neue Eindrücke, sondern auch eine Gelegenheit, das eigene „Klima“ zu checken und liebevoll zu justieren. Dieser Mix aus Erlebnissen, innerer Reflektion und konkreten Impulsen von Lydia G. Gajewsky zeigt, wie Reisen und Selbstfürsorge Hand in Hand gehen können.

(3) Kommentare

  1. Ein Tag – zwölf besondere Momente – Die Magie der kleinen Augenblicke – Ahoi und Moin Moin

    […] Der Tag beginnt im warmen Schein der Herbstsonne, die gerade über den Horizont steigt. Ich sitze mit einem dampfenden Tasse Tee am Fenster und beobachte die Welt, wie sie von Minute zu Minute heller wird. Ein Moment der Stille, der mir Kraft schenkt und meine innere Ruhe weckt. Gerade in der kühlen Jahreszeit, unternehme ich gerne eine Reise in wärmerer Gefilde und merke wie wertvoll ein entspannter Start in den Tag sein kann.Leseempfehlung: Von Kälte zu Klarheit: Wie Reisen mich lehren, mein inneres Klima zu pflegen […]

  2. Pedro

    Das gönnen wir uns!
    Und dann lassen wir die Kuh fliegen. Übertag, alles bis ins letzte aufsaugen und Abends beim Cocktail sacken lassen. Ay, das wird toll!

  3. Regina

    Liebe Kathy, obwohl ich noch nie auf Kreuzfahrt war, hat mich dein Beitrag heute irgendwie angezogen. Mich berühren deine Seelenfragen gerade sehr und das ist wohl der Grund, warum ich weitergelesen habe.
    Danke für die Impulse!
    Liebe Grüße
    Regina

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