Besuch der Rumfabrik Ron Barceló

Willkommen in La Romana, Dominikanische Republik

Die lebendige Hafenstadt ist Ausgangspunkt des heuten Landausflugs. Dank des Zuckerrohrbooms und des Tourismus leben hier heute circa 190.000 Einwohner. Über die Gangway auf Deck 3 verlassen wir heute das Schiff.

In der Vergangenheit hieß es für mich entweder Anreise und Check – in oder Abreise im Hafen von La Romana. Heute ist La Romana für mich Zwischenhafen auf meiner Reise durch die Karibik und Mittelamerika.

Ausflugsinformation La Romana - Rumfabrik

Hafenterminal La Romana

Auf der Pier sah ich einige große Überseecontainer. Das Verladen neuer Verpflegung, wie Obst und Gemüse, war bereits in vollem Gange.
Ich schlenderte über eine Brücke die kleine bewaldente Anhöhe hinauf und erreichte den stark klimatisierten Shop des Hafenterminal. Den Weg bis zum Parkplatz säumten zahlreiche kleine Souvenir Stände mit Holzfiguren, Taschen und T-Shirts mit typisch karibischen Mustern und Mode-Schmuck.
Dort wartete für den heutigen Tag bereits der Ausflugsbus mit einheimischer Reiseleitung (~ Ausflug in englischer Sprache). Die heutige Reisegruppe umfasste circa 25 Ausflüglern.

La Romana Cruise Terminal von oben

Panoramafahrt mit Geschmackserlebnis

Mit dem Bus verließ ich das Hafengebiet. Es ging vorbei am Platz der Unabhängigkeit von 1844 und über die Schnellstraße hinaus aus der Stadt. Nach circa einer halben Stunde hielt der Bus an einem Feld mit lauter Zuckerrohr an. Der Reiseleiter stieg aus und bat die Reisegruppe ihm zu folgen. Er erzählte über den Zuckerrohrboom währenddessen zeigte uns Zuckerrohr und schnitt diesen von der Pflanze ab. Für jeden von uns gab es ein Stück frischen Zuckerrohr zum Probieren. Zuckerrohr schmeckt süß, faserig gleichermaßen mit einer Note nach Holz und Apfel – ein Geschmackserlebnis.
Ich war schon ganz gespannt wie die Produktion von Zuckerrohr zu Rum funktioniert.

Zuckerohr

Rumbrennerei Ron Barceló

Das Produktionsgelände von Ron Barceló liegt in San Pedro de Macorís. Sie ist durch einen hohen Zaun und eine Einfahrtkontrolle von ungebetenen Gästen gesichert.

Vor dem Centro Histórico, quasi dem hauseigenen Museum, kam der Bus zu stehen und unsere Reisegruppe steig eilig aus. Dort übernahm der Touristenführer (~ Guide) der Rumbrennerei unsere Gruppe und begrüßte uns mit einer karibischen Gelassenheit.

Aufmerksam folgten wir dem Guide über den Hof in eine riesige Lagerhalle. Beeindruckend, so viele gefüllte Fässer habe ich in meinem Leben noch nie gesehen. Alle Fässer, sind aus amerikanischer Eiche hergestellt, markiert und beschriftet lagern mindestens 18 Monate im Fass. So erhält der Rum das Aroma, die Farbe und brillanten Geschmack. Außerdem besuchten wir die Abfüllanlage und Fässer Werkstatt, die ich im übrigen sehr nachhaltig finde.

Ron Barceló Betriebsgelände

Rumfässer während der Lagerung und Reifung

Wieder zurück im Centro Histórico begann die anschauliche Führung << Herstellung des Rums >>

Die Produktionsschritte

  • Der Rohstoff Zuckerrohr
  • Die Gärung
  • Die Destillation
  • Die Lagerung und Reifung
  • Das Blending
  • Das Bottling
Kunstvolle Rum Flaschen Lampe
Zuckerroh auf einem traditionellen Karren

Trapiche – Zuckermühle

Zuckerroh auf einem traditionellen Karren

Paila de Meladura - Melasse Schüssel

Ein traditionelle Fahrzeug um den Rum zum nächsten Markt zu bringen und dort zu verkaufe und eine Paila de Meladura – Melasse Schüssel

Der krönende Abschluss war dann wie konnte es anders sein – eine Rumkostprobe (ab 18 Jahren) und anschließendem Einkauf im hauseigenen Rumgeschäft.

Der Ausflug verging wie im Flug, insgesamt war es ein kurzweiliger Ausflug. 
Die Bodegas sowie das Centro Histórico sind für Rollstuhl, Rollator aber auch Kinderwagen ohne größere Hindernisse voll umfänglich zugänglich.

Den Rückweg zum Schiff unterbrachen wir für einen kleinen Abstecher in die Altstadt von La Romana. Ich habe Postkarten und zwei, drei kleine Souvenir gekauft.

Am Abend hieß es Leinen los – auf zu neuen Abenteuern in der Karibik.

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